Reportage: Smart Times 2009
Einmal im Jahr pilgern Fans aus ganz Europa ins österreichische Zell am See, wo das weltweit größte Smart-Treffen stattfindet. Dort sieht kein Auto aus wie das andere, und mancher schneidert sich sogar das passende Outfit dazu.
Wenn Georgie und Dan Grace vor ihrem Auto stehen, kann man sie kaum noch erkennen: Sie verschmelzen förmlich damit. Die selbst geschneiderten Jacken der beiden Engländer sind genau wie ihr Auto mit etlichen farbigen Punkten verziert. Die beiden Senioren aus Winchester sind mit ihrer rollenden Bonbontüte schon 52.000 Meilen gefahren. "Meine Frau fährt, und ich übernehme die Dekoration", sagt Dan und bastelt eine riesige Smartie-Packung aufs Dach.
Dabei ist das Auto der beiden Briten noch harmlos im Vergleich dazu, was manch andere Piloten mit ihren Smarts veranstalten: "Tiefer, breiter, schriller" lautet das Motto bei vielen Teilnehmern des weltgrößten Smart-Treffens, das alljährlich am alten Flughafengelände in Zell am See stattfindet.
So wie zum Beispiel René Schweifer aus Graz, der seinem umlackierten Roadster zahllose Tuning-Teile und die Felgen einer Mercedes C-Klasse verpasst hat. Oder Markus Färber, dessen tiefer gelegter Fortwo dank einer 2300 Watt starken Hifi-Anlage auch als mobile Disco durchginge. "Ein Smart lässt sich einfach geil herrichten", sagt der junge Mann aus Altötting.
Nicht immer ist es allerdings die Optik, die das besondere an einem modifizierten Smart ausmacht. Smart-Händler Bo Schröer aus Borken hat ein Fahrzeug mitgebracht, das auf den ersten Blick wie ein normaler Fortwo aussieht - man wundert sich nur über die beiden Lufteinlässe am Heck.
Ist der Motor warm, schlagen Flammen aus dem Auspuff
Als Schröer mit einem Grinsen die Heckklappe öffnet, staunt man nicht schlecht: Statt des üblichen Smart-Motors macht sich darunter ein 192 PS starker Motorrad-Motor breit. "Damit fahre ich Viertelmeilenrennen in der offenen Klasse und lache regelmäßig Porsches und Ferrari aus", berichtet Schröer. Der Smart-Dragster beschleunigt in weniger als 4 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer, und wenn der Motor warm ist, schlagen Flammen aus dem Auspuff. Heiße Reifen konnte man in Zell allerdings auch ohne eigenes Motortuning erleben. Testpiloten von Brabus spielten Renn-Taxi in getunten Smarts wie dem Roadster V6 Biturbo, und in einem Geschicklichkeitsparcours mussten die Teilnehmer ihr eigenes Können unter Beweis stellen. Bei einem riesigen Korso zogen mehr als 600 Smarts in einer endlosen Karawane durch die beschauliche Alpenregion.
Aus ganz Europa waren Fans der jungen Automarke nach Zell am See zusammengekommen - Österreicher, Deutsche, Holländer, Briten, Dänen, Tschechen, Italiener. Für Al Young aus Edinburgh ist die Atmosphäre des Treffens unerreicht. Der Schotte leitet den größten Smart-Club der Welt mit mehr als 30.000 Mitgliedern. "Ich habe selten eine derart freundliche Atmosphäre erlebt. Es gleicht wirklich kein Auto dem anderen, die Leute sind völlig verschieden - und doch bilden alle eine Gemeinschaft", sagt Young. Sein eigener Smart ist ein Roadster mit Reserverad auf der Heckklappe. "2005 habe ich die Rallye Monte Carlo in der Klasse bis 1000 Kubik Hubraum gewonnen", erzählt Young stolz.
Wie vorteilhaft ein Auto im Kleinformat sein kann, zeigte sich beim Design-Contest: Als es stundenlang wie aus Kübeln schüttete, verlegten die Preisrichter den Wettbewerb von der Showbühne ins Partyzelt. Zwischen Theke und Biertischen wurde in verschiedenen Kategorien begutachtet, was Smart-Fans in ihren Garagen ausgetüftelt hatten. Manche der Tuning-Exemplare waren so breit, dass sie sich in Zentimeterarbeit durch die Tür mogeln mussten.
Quelle: FTD.de - 30.08.2009
Wenn Georgie und Dan Grace vor ihrem Auto stehen, kann man sie kaum noch erkennen: Sie verschmelzen förmlich damit. Die selbst geschneiderten Jacken der beiden Engländer sind genau wie ihr Auto mit etlichen farbigen Punkten verziert. Die beiden Senioren aus Winchester sind mit ihrer rollenden Bonbontüte schon 52.000 Meilen gefahren. "Meine Frau fährt, und ich übernehme die Dekoration", sagt Dan und bastelt eine riesige Smartie-Packung aufs Dach.
Dabei ist das Auto der beiden Briten noch harmlos im Vergleich dazu, was manch andere Piloten mit ihren Smarts veranstalten: "Tiefer, breiter, schriller" lautet das Motto bei vielen Teilnehmern des weltgrößten Smart-Treffens, das alljährlich am alten Flughafengelände in Zell am See stattfindet.
So wie zum Beispiel René Schweifer aus Graz, der seinem umlackierten Roadster zahllose Tuning-Teile und die Felgen einer Mercedes C-Klasse verpasst hat. Oder Markus Färber, dessen tiefer gelegter Fortwo dank einer 2300 Watt starken Hifi-Anlage auch als mobile Disco durchginge. "Ein Smart lässt sich einfach geil herrichten", sagt der junge Mann aus Altötting.
Nicht immer ist es allerdings die Optik, die das besondere an einem modifizierten Smart ausmacht. Smart-Händler Bo Schröer aus Borken hat ein Fahrzeug mitgebracht, das auf den ersten Blick wie ein normaler Fortwo aussieht - man wundert sich nur über die beiden Lufteinlässe am Heck.
Ist der Motor warm, schlagen Flammen aus dem Auspuff
Als Schröer mit einem Grinsen die Heckklappe öffnet, staunt man nicht schlecht: Statt des üblichen Smart-Motors macht sich darunter ein 192 PS starker Motorrad-Motor breit. "Damit fahre ich Viertelmeilenrennen in der offenen Klasse und lache regelmäßig Porsches und Ferrari aus", berichtet Schröer. Der Smart-Dragster beschleunigt in weniger als 4 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer, und wenn der Motor warm ist, schlagen Flammen aus dem Auspuff. Heiße Reifen konnte man in Zell allerdings auch ohne eigenes Motortuning erleben. Testpiloten von Brabus spielten Renn-Taxi in getunten Smarts wie dem Roadster V6 Biturbo, und in einem Geschicklichkeitsparcours mussten die Teilnehmer ihr eigenes Können unter Beweis stellen. Bei einem riesigen Korso zogen mehr als 600 Smarts in einer endlosen Karawane durch die beschauliche Alpenregion.
Aus ganz Europa waren Fans der jungen Automarke nach Zell am See zusammengekommen - Österreicher, Deutsche, Holländer, Briten, Dänen, Tschechen, Italiener. Für Al Young aus Edinburgh ist die Atmosphäre des Treffens unerreicht. Der Schotte leitet den größten Smart-Club der Welt mit mehr als 30.000 Mitgliedern. "Ich habe selten eine derart freundliche Atmosphäre erlebt. Es gleicht wirklich kein Auto dem anderen, die Leute sind völlig verschieden - und doch bilden alle eine Gemeinschaft", sagt Young. Sein eigener Smart ist ein Roadster mit Reserverad auf der Heckklappe. "2005 habe ich die Rallye Monte Carlo in der Klasse bis 1000 Kubik Hubraum gewonnen", erzählt Young stolz.
Wie vorteilhaft ein Auto im Kleinformat sein kann, zeigte sich beim Design-Contest: Als es stundenlang wie aus Kübeln schüttete, verlegten die Preisrichter den Wettbewerb von der Showbühne ins Partyzelt. Zwischen Theke und Biertischen wurde in verschiedenen Kategorien begutachtet, was Smart-Fans in ihren Garagen ausgetüftelt hatten. Manche der Tuning-Exemplare waren so breit, dass sie sich in Zentimeterarbeit durch die Tür mogeln mussten.
Quelle: FTD.de - 30.08.2009
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| Veröffentlicht 18:54:04 30.08.2009 |
